· 

Die Akustik im Großen Saal - Der Reflektor


Elbphilharmonie-Führung & Hafenrundfahrt 22, Großer Saal, Reflektor 1

Der Pilz, der vom Deckengewölbe des "Großen Saals" bis auf eine Höhe von 15 Metern herabhängt, hat für die Akustik eine gewichtige Funktion. Er sorgt dafür, dass die Schallwellen des Orchesters unter ihm nicht sofort an die hohe Decke entweichen. Stattdessen reflektiert er sie gezielt in den Saal, v. a. in die oberen Ränge. Daher auch sein Name, Reflektor. 

Damit sich auch die Musiker auf der Bühne untereinander gut hören können, ist er an seiner Unterseite, wie der ganze Konzertsaal, mit "Weißer Haut" verkleidet, also mit den für die Saalakustik so wichtigen Gipsfaserplatten, die den Schall zurück auf die Bühne reflektieren.

Aufgrund seines Gewichts ist der Reflektor nicht höhenverstellbar; jedoch kann die Balance der einzelnen Instrumente im Orchester bzw. die jeweilige Distanz der Instrumente zu ihm dadurch angepasst werden, dass einzelne Bühnenelemente unter dem Reflektor angehoben werden, bis um 1,60 Meter. Beispielsweise kann so nur die Akustik der Streicher verändert werden, ohne den Rest des Orchesters zu beeinflussen. 

Zu guter Letzt ist in dem 50 Tonnen schweren Koloss, der für die Saaltechniker über eine Leiter von oben begehbar ist, nicht nur ein großer Teil der Licht- und Veranstaltungstechnik des Großen Saals installiert, zum Beispiel für Reden und Ansagen, sondern auch das Fernwerk der Orgel.  


Kommentar schreiben

Kommentare: 0